Nacht der Kirchen
Auch im Jahre 2010 findet wieder eine "Nacht der Kirchen" mit vielen interessanten Veranstaltungen statt.
Weitere und detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Flyer.
Kronach - Was für ein Leben herrschte vergangenen Freitag in der Lucas-Cranach-Stadt: "Kronach leuchtet" erwies sich als echter Besuchermagnet, ebenso die XXL-Einkaufsnacht und die "Nacht der Kirchen". All dies machte Kronach zu etwas ganz Besonderem.
Eindrucksvoll waren die gemeinsamen, ökumenischen Angebote der Kronacher Kirchen. Prominente Kronacher wie Loewe-Chef Frieder C. Löhrer lasen zum Beispiel in der Stadtpfarrkirche ihre Lieblingsstelle aus der Bibel vor. Gerade der "Taize-Gottesdienst" sorgte für eine voll gefüllte Christuskirche.
Aber auch die "Klagemauer" lockte viele in die Spitalkirche. Kaplan Thomas Ringer und Dekanin Dorothea Richter sowie alle Aktiven zeigten sich begeistert über das enorme Interesse an den kirchlichen Veranstaltungen.
"Was uns das Leben schwer macht", darum ging es in der Spitalkirche. Es gebe so vieles was Menschen belastet, meinte Dekanin Dorothea Richter. Der Verlust des Arbeitsplatzes, überraschende Krankheiten, das Auseinanderbrechen von Beziehungen. "So vieles macht uns das Leben schwer." Die Menschen der Bibel wussten, dass man mit seinen Sorgen nicht allein bleiben musste.
Sich dem Licht zuwenden
Man könne sich mit seinen Sorgen und Nöten an Gott wenden. Schon früher brachten die Menschen ihr Leid vor Gott. In der Spitalkirche war eine "Klagemauer" aufgebaut. Die Gläubigen konnten Sorgen aufschreiben und in die Mauer stecken.
Zitate aus den aktuellen Nachrichten zeigen, wie viel Leid es durch Kriege, Krankheiten und Naturkatastrophen gibt. "Und dann gibt es noch viel Leid im persönlichen Umfeld", betonte Diakon Jürgen Fischer: Streit im sozialen Umfeld, schlechte Noten in der Schule, Krankheit, Enttäuschungen in der Freundschaft. Es entlaste den Menschen, wenn er seine Klagen und Sorgen vor Gott bringe.
Die Klage vor Gott sei stets mit einer Hoffnung verbunden, dass sich etwas zum besseren wendet, erklärte Dekanin Richter. Sie wünsche sich von Gott, dass sich etwas verändert. Gott könne die Herzen der Menschen verändern, zeigte sie sich überzeugt.
Später wurden in der Spitalkirche die Klagen und Fürbitten aufgenommen. Das Buch von Hiob zeige eindrucksvoll, wie dieser sich trotz unfassbarer Schicksalsschläge an Gott als Helfer wandte und sich dem göttlichen Wirken übergab.
Dann wurden einige der Klagen und Fürbitten aus der Kronacher Klagemauer vorgelesen. "Wir wollen nicht beim Dunkel stehen bleiben, sondern uns vom Dunkel zum Licht wenden", erklärte Kaplan Thomas Ringer. Gott zeige uns immer wieder, wie gut wir in seiner Liebe aufgehoben sind.
Während der "Nacht der Kirchen" wurde auch um Spenden gebeten. Dabei kamen 425,39 Euro zusammen. Diese Summe setzt sich zusammen aus Christuskirche (210,10 Euro), Spitalkirche (105,15 Euro) und Stadtpfarrkirche (119,14 Euro). Dieser Erlös ist zweckbestimmt je zur Hälfte für den Sozialladen der Caritas und die Ökumenische Suppenküche in Trägerschaft von Diakonie und Caritas. Die Träger und Verantwortlichen bedanken sich bei allen Spendern.